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	<title>Ausstellungen Archives - jayjayma.de</title>
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	<title>Ausstellungen Archives - jayjayma.de</title>
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		<title>Mandalas in der Kirche — darf das sein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia James]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 13:04:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mandalas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal erfährt man Dinge erst im Nachhinein. Die Ausstellung war längst vorbei, die Bilder wieder im Atelier, als mir jemand erzählte, was in der frühen Vorbereitungsphase der Ausstellung diskutiert worden war: ob Mandalas in der Kirche überhaupt ihren Platz hätten, ob sie christlich seien. Dabei hatte alles unspektakulär begonnen: Ich wurde gefragt, ob ich mir [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Manchmal erfährt man Dinge erst im Nachhinein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung war längst vorbei, die Bilder wieder im Atelier, als mir jemand erzählte, was in der frühen Vorbereitungsphase der Ausstellung diskutiert worden war: ob Mandalas in der Kirche überhaupt ihren Platz hätten, ob sie christlich seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hatte alles unspektakulär begonnen: Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könne, meine Bilder in der <a href="https://jayjayma.de/2026/03/11/vernissage-mandala-ausstellung-hamburg/">Simon-Petrus-Kirche in Hamburg-Poppenbüttel</a> auszustellen. Das Kirchengebäude trägt keine aktive Gemeinde mehr — entwidmet ist es allerdings nicht, Trauungen finden dort zum Beispiel nach wie vor statt. Der Freundeskreis der Simon-Petrus-Kirche, ein Verein Ehrenamtlicher, der aus eben dieser Gemeinde hervorgegangen ist, hält das Haus seit einem Jahr lebendig: mit Konzerten, Lesungen, Ausstellungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee, dort ausstellen zu dürfen, fand ich sofort reizvoll. Der Bau ist absolut ungewöhnlich, hat Glasbausteine in vielen Farben, die das Licht auf eine Weise in den Raum fallen lassen, die sich im Laufe des Tages immer wieder verändert. Als ich das erste Mal drinstand, dachte ich: Wie schön das zu den Mandalas passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber zurück zu der Diskussion: Ich musste kurz innehalten, als ich von ihr erfuhr. Nicht weil mich die Frage, ob Mandalas überhaupt christlich seien, gekränkt hätte, sondern weil sie mich beschäftigt hat. Weil sie eine Tiefe hat, die einen guten Blogartikel verdient.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Frage ernst nehmen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und irgendwie fand ich die Frage richtig gut. Das sage ich ohne Ironie. Denn Fragen, die aus echter Überzeugung gestellt werden, verdienen Auseinandersetzung — keine müde Abweisung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber: Das Wort „christlich“ kann in diesem Satz zweierlei bedeuten, und es lohnt sich, das auseinanderzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eine: christlichen Ursprungs. Da ist die Antwort klar und unaufgeregt — Nein. Das Wort Mandala kommt aus dem Sanskrit, die Praxis aus hinduistischen und buddhistischen Traditionen. Das stand nie in Frage, und es wäre auch keine Kritik, sondern schlicht ein Fakt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite mögliche Bedeutung: im Widerspruch zum christlichen Glauben stehend. Und das ist sicher die eigentliche Frage, um die es hier geht. Im tantrischen Buddhismus ist das Mandala nämlich ein spirituelles Werkzeug mit einer sehr konkreten religiösen Funktion: ein Meditationsobjekt, das auf eine bestimmte Gottheitserfahrung abzielt. Wer es aus diesem Zusammenhang herauslöst, übernehme — so das Argument — möglicherweise mehr, als er beabsichtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist ein Argument für Aufmerksamkeit, für das Nachdenken darüber, womit man sich umgibt. Und ich teile den Impuls vollkommen: Dinge sollten nicht gedankenlos übernommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur: Wenn ich auf die Geschichte schaue — und auf das, was der Kreis selbst trägt, lange vor jeder Religion — dann sieht das Bild etwas anders aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das Wort verrät</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fangen wir mit dem Wort an. „Mandala“ stammt aus dem Sanskrit — der altindischen Gelehrtensprache — und bedeutet schlicht: Kreis. Kein Ritual, keine Gottheit, kein Bekenntnis steckt im Wort selbst. Nur die älteste geometrische Form, die Menschen kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kreisförmige Bilder mit einer erkennbaren Mitte tauchen in archäologischen Funden aus der Altsteinzeit auf — schätzungsweise 25.000 bis 30.000 Jahre alt. Lange bevor es Hinduismus oder Buddhismus gab. Lange bevor es Kirchen gab. Der Mensch hat dieses Bild immer wieder hervorgebracht, in den unterschiedlichsten Kulturen, unabhängig voneinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Kreis war schon immer in der Kirche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer das nächste Mal in eine gotische Kathedrale tritt, sollte den Blick nach oben richten — zur Fensterrose über dem Portal. Notre-Dame in Chartres. Notre-Dame in Paris. Das Straßburger Münster. Kreisförmige Prachtfenster, mit Durchmessern von über 13 Metern, konzentrisch aufgebaut, auf eine Mitte hin geordnet. (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fensterrose">Wikipedia: Fensterrose</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kunsthistoriker beschreiben ihre Wirkung so: beruhigend, harmonisch, meditativ. Sie können die Vollkommenheit der sich nach allen Seiten verbreitenden Liebe des Göttlichen verkörpern. Das ist keine esoterische Interpretation. Das steht in jedem Kunstgeschichtsbuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Rosenfenster entstanden ab dem 11. Jahrhundert — und sie folgen exakt demselben Prinzip wie ein Mandala: ein Zentrum, von dem aus sich Ordnung nach außen entfaltet. Symmetrie. Konzentration. Die Einladung, den Blick zu sammeln und zur Ruhe zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kreis als spirituelle Form ist kein Import aus dem Osten in den Westen. Er ist in Europa seit Jahrhunderten in Stein gemeißelt und in Glas gebrannt. Er gehört zur Kirche genauso wie zum Buddhismus — weil er, tiefer betrachtet, keiner Tradition allein gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Forscher dazu sagen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor und Fotograf Peter van Ham hat in seinem Buch „Mandala – Auf der Suche nach Erleuchtung“ (Arnoldsche Verlagsanstalt) Kreissymbolik quer durch alle Religionen und Kulturen verglichen — von Mexiko bis Kathmandu, vom Buddhismus über das Christentum bis zum Islam. Das Interview dazu erschien auf <a href="https://www.evangelisch.de/inhalte/211641/26-01-2023/religiose-symbole-den-kulturen-heilige-kreise-und-mandalas-verstehen">evangelisch.de</a>, dem Nachrichtenportal der evangelischen Kirche — also auf einer Plattform, die der Frage alles andere als gleichgültig gegenübersteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Van Ham sagt dort: „Mandala bedeutet in seiner ursprünglichen, aus dem Sanskrit stammenden Bedeutung schlichtweg Kreis. Einen Kreis zu zeichnen galt und gilt bis heute im spirituellen Kontext als Medium der Zentrierung, der Konzentration. Wie meine Forschung ergeben hat, lässt sich dies in allen spirituellen Traditionen der Menschheit nachweisen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und er führt einen Vergleich an, der mich berührt hat: Eine christliche Monstranz mit Hostie, ein buddhistisches Rad der Lehre und eine archaisch-chinesische Jenseits-Scheibe — alle kreisförmig, alle mit einem punktförmigen Zentrum als Sitz der allumfassenden Wahrheit. Alle drei suggerieren, dass es über die rein physische Existenz hinaus eine Transzendenz gibt — und transportieren damit eine zutiefst völkerverständigende Botschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Kulturen. Drei Jahrtausende. Dieselbe Geste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Worum es mir geht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Mandalas tragen keine religiöse Doktrin. Kein Bekenntnis, keine Gottheit, keine Lehre. Sie entstehen in Stille — im Rhythmus des Malwerkzeugs, Punkt für Punkt, Strich für Strich — aus dem Wunsch, etwas zu schaffen, das einen Raum beruhigt. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, dass Bilder etwas tun können. Dass ein Mandala an der Wand — durch seine Symmetrie, seine Mitte, seine Farbwelt — etwas in einem Menschen anspricht, das nicht von Worten erreicht wird. Etwas, das sich nicht erklären, aber spüren lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was dabei im Menschen passiert — und welche Rolle Schutz und Transformation in dieser uralten Form spielen — habe ich <a href="https://jayjayma.de/2026/06/29/mandala-wirkung-schutz-transformation-ursprung/">in diesem Artikel</a> näher beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was das mit Spiritualität zu tun hat, habe ich <a href="https://jayjayma.de/2024/08/21/spiritualitaet-der-atem-des-lebens-2/">an anderer Stelle beschrieben</a>: als Atem — nicht als Technik oder Zugehörigkeit, sondern als das, was entsteht, wenn man wirklich innehält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob das in einem Wohnzimmer passiert, in einem Büro oder in einer Kirche, die gerade ihren Weg neu findet — die Form, die Absicht und die Wirkung bleiben dieselben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Der Kreis gehört allen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion, die meiner Ausstellung stattgefunden hat, hat am Ende ein klares Ergebnis gehabt: Die Bilder durften hängen. Die Ausstellung fand statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich daran im Nachhinein am meisten bewegt, ist nicht das Ergebnis. Es ist die Tatsache, dass die Frage gestellt wurde — ernsthaft, aus echter Sorge um das, was dieser Ort bedeutet. Das ist keine Rückständigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht besteht die tiefste Gemeinsamkeit zwischen Kunst und Glaube genau darin: dass beide nach einer Mitte suchen. Nicht unbedingt dieselbe. Nicht auf demselben Weg. Aber mit derselben Ernsthaftigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kreis war schon in den Kathedralen, lange bevor das Wort Mandala in Europa ankam. Er taucht in Sandzeichnungen auf, in Kirchenfenstern, auf Leinwänden. Er gehört keiner Tradition allein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich hat diese Frage jedenfalls noch eine Weile beschäftigt — länger als die Ausstellung gedauert hat. Ich bin gespannt, was du dazu denkst.</p>
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		<title>Warum ein Mandala den Raum verändert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia James]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 09:32:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Achtsamkeit & Balance]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mandalas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorgestern und gestern war ich eine von ca. 60 Aussteller:innen auf der Messe ANBEGINN im Sasel-Haus in Hamburg. Eine Messe für Gesundheit, Wohlbefinden und persönliche Weiterentwicklung – das Publikum entsprechend offen: viele spirituell interessiert, manche auf der Suche, manche einfach neugierig. Immer wieder hörte ich von Besucher:innen an meinem Stand dasselbe: „Boah, was für eine [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Vorgestern und gestern war ich eine von ca. 60 Aussteller:innen auf der Messe <a href="https://anbeginn.de/messe/">ANBEGINN</a> im Sasel-Haus in Hamburg. Eine Messe für Gesundheit, Wohlbefinden und persönliche Weiterentwicklung – das Publikum entsprechend offen: viele spirituell interessiert, manche auf der Suche, manche einfach neugierig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder hörte ich von Besucher:innen an meinem Stand dasselbe: „Boah, was für eine Energie!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass meine Mandalas etwas mit dem Raum und mit den Menschen machen, die vor ihnen stehen, ist mir zwar nicht neu. Aber es ist trotzdem jedes Mal wieder berührend, diese prompten Reaktionen auf meine Werke live mitzuerleben. Das bestätigt mir, dass ich mir das alles nicht einbilde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eigentlich sind diese Reaktionen kein Wunder. Denn diese Kreise tragen eine Überlieferung in sich, die Jahrtausende alt ist – und damit weit älter als jede Wellness-Welle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Wort, das alles trägt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Mandala“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich: Kreis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Quellen deuten das Wort als Zusammensetzung aus <em>manda</em> (Essenz, Zentrum) und dem Suffix <em>-la</em> (Behältnis) – frei übersetzt: ein Gefäß, das die Essenz enthält. Ob das die sprachwissenschaftlich gesicherte Zerlegung ist, lässt sich nicht abschließend sagen. Was bleibt, ist das Bild: ein Kreis, der etwas Wesentliches in der Mitte hält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wort taucht erstmals im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mandala">Rigveda</a> auf, einem der ältesten hinduistischen Texte, der bis ins erste Jahrtausend vor Christus zurückgeht. Dort bezeichnet es die zehn Bücher des Werkes – also eine Sammlung von Liedern, kein Bild. Das Mandala als geometrische, konzentrische Form, wie wir es heute kennen, entstand später und blühte in der hinduistischen und buddhistischen Kunst über Jahrhunderte auf. Vedische Rituale verwenden Mandalas bis heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Schutz, der in der Struktur steckt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hinduismus war das Mandala buchstäblich Architektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das klassische Mandala zeigt im Zentrum einen Palast mit vier Toren, ausgerichtet nach den vier Himmelsrichtungen. Darum liegen mehrere Kreisschichten – jede davon eine Schwelle, die man passieren muss, bevor man zum Zentrum gelangt. Jede Schicht steht für eine Eigenschaft oder Erkenntnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kreis schützt. Er zieht eine Grenze. Innen: das Heilige. Außen: der Rest der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das verwandte Yantra – die geometrische Grundform, aus der das bildhafte Mandala entstand – gilt in tantrischen Traditionen als spiritueller Schutzschild. Yantra-Tätowierungen im buddhistischen Südostasien werden noch heute für Schutz, Kraft und Klarheit gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nicht nur als Tätowierung: In hinduistischen und buddhistischen Traditionen wird das Yantra seit Jahrhunderten auch als Anhänger getragen – nah am Körper, als sicht- und spürbares Symbol. Dass meine Mandala-Kettenanhänger auf der ANBEGINN wieder so gefragt waren, überrascht mich insofern gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wie Folklore klingt, hat eine sehr konkrete Logik: Ein Kreis trennt Innen von Außen. Er sagt: Hier ist ein anderer Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Transformation von innen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Buddhismus trägt das Mandala eine zweite Qualität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist kein Schutzobjekt, es ist ein Werkzeug. Ein tibetisches Sandmandala entsteht über Tage in konzentrierter Stille. Wenn es fertig ist, wird es zerstört und der Sand in einen Fluss gestreut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bewusst. Rituell. Als Demonstration, dass Vollkommenheit und Vergänglichkeit kein Widerspruch sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Tradition dient das Mandala der Visualisierung innerer Prinzipien: Man schaut nicht einfach darauf. Man geht hinein – Schicht für Schicht, immer tiefer zum Zentrum. Die tantrisch-buddhistische Praxis versteht das Mandala als kosmisches Ordnungsschema, das nach innen führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Prozess ist das Mandala. Das Entstehen. Die Stille dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In spirituellen Traditionen steht der Kreis für das Universum, für Ganzheit und Vollkommenheit — und für die Reise des Menschen zu seinem eigenen Zentrum hin. Die Symmetrie, die stets auf einen zentralen Punkt ausgerichtet ist, soll den Geist fokussieren. Das Mandala ist von Anfang an mehr als ein Bild. Es ist ein Werkzeug.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was die westliche Psychologie erkannte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang des 20. Jahrhunderts fand das Mandala seinen Weg in die westliche Tiefenpsychologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kreisförmige, symmetrische Figur wurde als Ausdruck innerer Ordnung verstanden – als Form, die entsteht, wenn die Psyche Ganzheit sucht. Das Zeichnen eines Mandalas galt als Möglichkeit, unbewusste Prozesse sichtbar zu machen. Ein Weg nach innen. Eine Art Selbstbefragung ohne Worte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt abstrakt. In der Praxis heißt es: Pinsel in der Hand, rhythmische Wiederholung, Kopf wird leiser. Das ist keine Esoterik. Das ist Konzentration, die eine Richtung bekommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das für meine Bilder bedeutet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich male meine Mandalas in einer bestimmten Intention – konzentriert, ruhig, bei mir. Das ist nichts Mystisches. Es ist der Unterschied zwischen einem Bild, das gemacht wurde, und einem Bild, das entstanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was die Menschen auf der ANBEGINN gespürt haben, kommt von beidem: von dem, was ich beim Malen hineingebe – und von dem, was Kulturen auf der ganzen Welt seit Jahrtausenden in diese Form eingeschrieben haben: Ein Kreis schafft Raum. Er sammelt, ordnet, schützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer es etwas wissenschaftlicher mag: Was beim Betrachten eines Mandalas in dir vorgeht, hat sogar eine neurologische Erklärung. Ich habe sie <a href="https://jayjayma.de/2025/09/10/vegetatives-nervensystem-verstehen">hier</a> aufgeschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn du selbst erleben willst, was es macht, ein Mandala von innen nach außen zu kreieren: Die nächsten Ruhe.Punkt.-Termine findest du <a href="https://jayjayma.de/kurse">hier</a></p>
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		<title>Vernissage in der Kirche – ein Nachmittag voller Begegnungen</title>
		<link>https://jayjayma.de/2026/03/11/vernissage-mandala-ausstellung-hamburg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia James]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 17:10:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man weiß vorher nie so genau, wie eine Vernissage wird. Man plant, hängt Bilder auf, richtet die Werke aus, stellt Licht ein, überlegt sich ein paar Worte für die Eröffnung – und dann kommt der Moment, an dem sich die Tür öffnet und die ersten Besucher hereinkommen. Letzten Samstag war es so weit. Und ich [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Man weiß vorher nie so genau, wie eine Vernissage wird. Man plant, hängt Bilder auf, richtet die Werke aus, stellt Licht ein, überlegt sich ein paar Worte für die Eröffnung – und dann kommt der Moment, an dem sich die Tür öffnet und die ersten Besucher hereinkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzten Samstag war es so weit. Und ich kann schon jetzt sagen: Es war ein ganz besonderer Nachmittag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein ungewöhnlicher Ausstellungsort</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung findet in der <strong>Simon-Petrus-Kirche in Hamburg-Poppenbüttel</strong> statt – und dieser Ort hat eine ganz eigene Atmosphäre. Der Bau ist besonders: Viele Glasbausteine in unterschiedlichen Farben lassen das Licht auf eine Weise in den Raum fallen, die sich im Laufe des Tages immer wieder verändert.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/WhatsApp-Image-2026-03-12-at-17.01.35-1-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-4109" style="width:450px" srcset="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/WhatsApp-Image-2026-03-12-at-17.01.35-1-980x551.jpeg 980w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/WhatsApp-Image-2026-03-12-at-17.01.35-1-480x270.jpeg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Foto: Pascal Meyer-James                        </em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als während der Vernissage die Sonne durch diese farbigen Glasflächen strahlte, entstanden überall im Raum kleine Farbspiele. Es war fast so, als würde das Licht selbst Teil der Ausstellung werden. Und ich dachte mehr als einmal: Wie wunderschön das zu den Mandalas passt!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn Besucher stehen bleiben</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als die ersten Gäste eintrafen, entstand genau das, was ich mir für diese Ausstellung gewünscht hatte: Menschen, die stehen bleiben. Manche gingen ganz nah an die Bilder heran, andere betrachteten sie aus ein paar Schritten Entfernung. Viele nahmen sich Zeit, ließen den Blick über die Muster wandern und entdeckten Details.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1829" height="1219" src="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/64-Mandala-65-edited.jpg" alt="" class="wp-image-4114" style="aspect-ratio:1.4993026102302809;object-fit:cover;width:450px" srcset="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/64-Mandala-65-edited.jpg 1829w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/64-Mandala-65-edited-1280x853.jpg 1280w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/64-Mandala-65-edited-980x653.jpg 980w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/64-Mandala-65-edited-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1829px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Foto: <a href="https://www.instagram.com/elenanowak.fotografie">Elena Nowak Fotografie</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder hörte ich Sätze wie: „Je länger man schaut, desto mehr sieht man.“ Oder: „Die wirken ganz unterschiedlich, je nachdem, wo man steht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Eröffnung – zum Glück als Interview</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann kommt bei einer Vernissage der Moment der offiziellen Eröffnung. Fakt ist: Ich kann definitiv besser malen als vor Menschen zu sprechen&#8230; Umso dankbarer war ich für das Format der Eröffnung: Statt einer klassischen Rede gab es spontan ein Interview.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="600" src="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/18-Mandala-19-edited-2.jpg" alt="" class="wp-image-4120" style="aspect-ratio:16/9;object-fit:cover;width:450px" srcset="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/18-Mandala-19-edited-2.jpg 1067w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/18-Mandala-19-edited-2-980x551.jpg 980w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/18-Mandala-19-edited-2-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1067px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Foto: <a href="https://www.instagram.com/elenanowak.fotografie">Elena Nowak Fotografie</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das war eine wunderbare Lösung. In einem Gespräch über meine Arbeit, über Mandalas und über den Entstehungsprozess der Bilder wurde die Atmosphäre sofort entspannter – für mich genauso wie für die Zuhörer. Und plötzlich war es kein „Vortrag“ mehr, sondern ein gemeinsames Gespräch über Kunst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Gespräche zwischen den Bildern</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schönste an einer Vernissage sind für mich die Gespräche. Menschen erzählen, welches Bild sie besonders anspricht. Oder sie fragen nach den Farben, nach der Technik, nach der Geschichte hinter einem Werk.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/65-Mandala-66-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4121" style="width:450px" srcset="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/65-Mandala-66-980x653.jpg 980w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/65-Mandala-66-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Foto: <a href="https://www.instagram.com/elenanowak.fotografie">Elena Nowak Fotografie</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal hörte ich auch Sätze wie: „Wenn man länger hinschaut, wird man richtig ruhig.“ Solche Momente berühren mich sehr. Denn genau das ist es, was ich mit meinen Mandalas erreichen möchte: kleine Inseln der Ruhe im Alltag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Kunst beginnt beim Betrachten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Bild verändert sich, sobald jemand davor steht. Plötzlich entstehen neue Perspektiven, neue Gedanken, neue Assoziationen. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit – und sieht etwas anderes. Vielleicht ist genau das das Spannende an Kunst: Sie beginnt erst wirklich zu leben, wenn jemand sie anschaut.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/81-Mandala-85-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4122" style="width:450px" srcset="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/81-Mandala-85-980x653.jpg 980w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/81-Mandala-85-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Foto: <a href="https://www.instagram.com/elenanowak.fotografie">Elena Nowak Fotografie</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Ausstellung läuft weiter</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung ist noch an mehreren Tagen geöffnet. Wenn du also neugierig geworden bist und die Werke gern einmal in Ruhe ansehen möchtest, bist du herzlich willkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächsten Öffnungstermine sind:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Do, 12.03.: 10 &#8211; 12 Uhr<br>Fr, 13.03.: 17 &#8211; 19 Uhr<br>Do, 19.03.: 10 &#8211; 12 Uhr &amp; 19:00 &#8211; 20:30<br>Fr, 20.03.: 17 &#8211; 19 Uhr<br>Di, 24.03.: 19:00 &#8211; 20:30 Uhr<br>Do, 26.03.: 10 &#8211; 12 Uhr<br>Fr, 27.03.: 17 &#8211; 19 Uhr<br>Di, 31.03.: 15 &#8211; 17 Uhr<br>Do, 02.04.: 10 &#8211; 12 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20., <strong>26. März und 27. März</strong> plane ich selbst vor Ort zu sein.<br>An diesen Tagen bringe ich auch noch einige <strong>kleinere Werke und Mandala-Ketten</strong> mit, die nicht dauerhaft Teil der Ausstellung sind.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/70-Mandala-74-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4123" style="width:450px" srcset="https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/70-Mandala-74-980x653.jpg 980w, https://jayjayma.de/wp-content/uploads/2026/03/70-Mandala-74-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Foto: <a href="https://www.instagram.com/elenanowak.fotografie">Elena Nowak Fotografie</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ergibt sich dann auch das eine oder andere Gespräch – ich freue mich immer, Besucher persönlich kennenzulernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Dank an die Organisatoren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an den Freundeskreis der Simon-Petrus-Kirche, der diese Ausstellungen in der Simon-Petrus-Kirche möglich macht und sich mit viel Engagement um den Erhalt dieses besonderen Ortes kümmert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne solche Menschen gäbe es viele Räume für Kunst gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Besuch der Ausstellung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung findet statt in der</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Simon-Petrus-Kirche</strong><br>Harksheider Straße 156<br>22399 Hamburg<br><br>Der Eintritt ist kostenlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Ort, der mit seinem besonderen Licht und seiner ruhigen Atmosphäre einen wunderbaren Rahmen für die Mandalas bildet.</p>
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