Innere Ruhe finden – mein Weg durch turbulente Zeiten

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28. März 2026

Es gibt gerade viele Momente, in denen sich die Welt schwer anfühlt.

Nachrichten von Kriegen, Krisen und Unsicherheit sind plötzlich nicht mehr weit weg, sondern Teil unseres Alltags geworden. Und auch wenn wir funktionieren, arbeiten, unseren Tag leben – schwingt bei vielen etwas mit: ein leises Gefühl von Unruhe. Manchmal auch Angst. Manchmal Ohnmacht. Und manchmal diese schwer greifbare Frage, wie das alles weitergehen soll.

Nicht immer laut. Aber oft präsent.

Genau in solchen Zeiten entsteht ein Wunsch, der sehr klar ist: innere Ruhe finden.
Nicht, weil im Außen alles ruhig wäre – sondern weil wir einen Ort in uns brauchen, der es ist.

Was mir dabei hilft, ist kein Rückzug aus der Welt und auch kein „mehr Wissen“. Es ist ein Perspektivwechsel. Einer, der mich immer wieder zurückführt zu dem, was tatsächlich in meiner Hand liegt.

Und genau dafür habe ich ein Bild gefunden:

Das Mandala of Control

Der Gedanke des Circle of Control ist nicht neu. Er geht auf die stoische Philosophie zurück, auf Epiktet, und ist so schlicht wie entlastend:

Es gibt Dinge, die du beeinflussen kannst.
Und es gibt alles andere.

Was in der Welt passiert, wie andere Menschen handeln, welche Nachrichten uns erreichen – all das liegt außerhalb unseres direkten Einflusses. Und doch verbringen wir oft unglaublich viel Energie genau dort.

Ich kenne das gut. Dieses innere Kreisen, dieses gedankliche Festhalten an Dingen, die sich nicht greifen lassen – und die uns trotzdem nicht loslassen.

Irgendwann wurde mir klar: Ich brauche dafür ein Bild.

So ist mein Mandala of Control entstanden. In seiner Mitte liegt das, was mir gehört. Nach außen hin wird es weiter, offener – ein Raum für alles, was ich nicht kontrollieren kann, sondern nur loslassen darf.

Nicht als perfekte Lösung. Aber als Orientierung, zu der ich immer wieder zurückkehren kann.

Innere Ruhe finden beginnt nicht im Außen

Ein Mandala hat immer einen klaren Mittelpunkt. Von dort entfaltet sich alles Weitere.

Und genau so fühlt es sich auch an.

In deiner Mitte liegt das, was du wirklich beeinflussen kannst:
deine Gedanken, deine Reaktionen, dein Umgang mit dir selbst, dein Atem in diesem Moment.

Je weiter du dich davon entfernst, desto schneller entsteht dieses Gefühl von Getrieben-Sein. Von innerer Unruhe. Von Ohnmacht.

Innere Ruhe finden bedeutet deshalb nicht, die Welt auszublenden.
Sondern immer wieder bewusst in diese Mitte zurückzukehren.

Das Mandala of Control – ein Bild, das mir gezeigt hat, wo meine Mitte liegt.

Warum sich Ohnmacht so real anfühlt

Was wir oft unterschätzen: Unser Körper unterscheidet nicht klar zwischen einer realen Bedrohung und dem, was wir über Nachrichten und Eindrücke aufnehmen.

Wenn wir täglich mit Krisen, Konflikten und Unsicherheit konfrontiert sind, reagiert unser System genau darauf – mit Anspannung, erhöhter Wachsamkeit und dem Gefühl, handeln zu müssen.

Nur: Es gibt oft nichts Konkretes zu tun. Und genau dort entsteht dieses Gefühl von Ohnmacht. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Nicht, weil wir schwach sind – sondern weil wir zu lange versuchen, Dinge zu halten, die nicht in unserer Hand liegen.

Für mich ist das Mandala of Control in solchen Momenten eine leise Erinnerung:
Wo ist gerade meine Energie? Und gehört sie wirklich dorthin?

Innere Ruhe finden im Alltag – drei Wege zurück

1. Den eigenen Fokus sanft verschieben

Es geht nicht darum, die Welt auszublenden.
Aber es macht einen Unterschied, worauf du deinen Blick richtest.

Statt dich immer wieder in das zu ziehen, was außerhalb deiner Kontrolle liegt, kannst du dich fragen:
Was liegt heute konkret in meiner Hand?

Das darf klein sein.
Ein kurzer Spaziergang. Ein bewusst geführtes Gespräch. Ein Moment der Ruhe.

Oft beginnt genau dort etwas, das sich wieder nach Stabilität anfühlt.

2. Visuelle Anker bewusst nutzen

Manchmal braucht es keinen neuen Gedanken, sondern einen neuen Blick.

Wenn dein Auge einem Mandala folgt, entsteht etwas sehr Ruhiges: Die gleichmäßigen Formen, die Wiederholungen, die Balance – all das wirkt direkt auf dein Nervensystem.

Der Atem wird tiefer.
Die Gedanken langsamer.

Ein Mandala im Raum kann so zu einem stillen Anker werden. Nicht als Dekoration, sondern als etwas, das dich immer wieder zu dir zurückholt.

3. Mit den Händen zurück in den Moment finden

Es gibt einen Unterschied zwischen Ablenkung und echter Regeneration. Das eine beruhigt kurz. Das andere trägt dich wirklich zurück zu dir.

Für mich passiert genau das beim Malen. Punkt für Punkt entsteht ein Rhythmus, der nichts fordert und nichts bewertet. Mit der Zeit wird es stiller im Kopf – und gleichzeitig klarer. Dieses Eintauchen ist für mich einer der direktesten Wege, innere Ruhe zu finden.

Was dich wirklich trägt

Die Welt wird nicht plötzlich einfacher oder ruhiger. Das liegt nicht in unserer Hand.

Was wir aber beeinflussen können, ist der Ort, von dem aus wir ihr begegnen. Für mich ist es immer wieder diese Bewegung zurück zur Mitte. Nicht perfekt, nicht dauerhaft – aber bewusst.

Das Mandala of Control ist dafür kein Konzept, sondern eine Erinnerung: Ich habe Einfluss. Nicht überall, aber genau dort, wo es zählt.

Und manchmal reicht ein ruhiger Blick auf ein Muster, um das wieder zu spüren.

Eine kleine Orientierung für dich

Wenn du gerade merkst, dass es dir ähnlich geht:

  • Richte deinen Fokus bewusst auf das, was du beeinflussen kannst
  • Erlaube dir, weniger aufzunehmen, wenn es zu viel wird
  • Finde einen Anker – visuell oder kreativ –, der dich zurück zu dir bringt

Wenn du dir genau diese Ruhe auch in deinen Raum holen möchtest:
In meinem Atelier entstehen handgemalte Mandalas, die dich im Alltag begleiten und immer wieder an deine Mitte erinnern. Oder du erlebst es selbst im Tun – alle aktuellen Workshop-Termine findest du auf meiner Website.

Vielleicht ist genau das dein erster Schritt zurück.

Als Mandala-Künstlerin und Workshop-Leiterin verbinde ich Kreativität mit Achtsamkeit. Mein Ziel: andere dazu inspirieren, durch das Betrachten und Malen von Mandalas innere Ruhe und Balance zu finden.

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